Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die Vorteile von Nüssen in Bezug auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen wurden vielfach von epidemiologischen und klinischen Studien beschrieben (2,3,4).

Wissenschaftliche Studien haben deutlich gezeigt, dass der Verzehr von Nüssen eine Cholesterin-senkende Wirkung, gerade im Zusammenhang mit einer gesunden Ernährung, hat.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die Nummer eins der Todesursachen weltweit (5).

Nach der „International Society of Hypertension (ISH)“ ist hoher Blutdruck (Hypertonie) der Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und sein Auftreten wird voraussichtlich in den kommenden Jahren erheblich zunehmen.

Nüsse als Teil der Vorsorge gegen wiederkehrende Krebserkrankungen

Krebs ist weltweit als die zweithäufigste Todesursache bekannt seit die „International Agency for Research on Cancer (IARC)“ im Jahr 2012 von rund 14 Millionen neuen Krebserkrankungen berichtete, sowie 8.201.600 durch Krebs bedingte Krebstodesfälle meldete. Das Interesse an der Entwicklung wirksamer Präventionsstrategien hat sich dadurch dramatisch erhöht.

Krebs beschreibt eine Vielzahl von Krankheiten, die verschiedene Organe betreffen und deren Entstehung von verschiedenen Faktoren bestimmt wird. Daher kann sich die Voraussage über die Wahrscheinlichkeit an den verschiedenen Krebsarten zu erkranken, unterscheiden. Krebs ist durch einen Verlust der genetischen Kontrolle über das Zellwachstum und die Zellproliferation gekennzeichnet (2).

Nüsse helfen bei fortgeschrittenem Darmkrebs

Fortgeschrittener Darmkrebs (Stadium III) beschränkt sich nicht nur auf den Dickdarm, er breitet sich auch in die benachbarten Lymphknoten aus. Damit steigt die Gefahr, dass der Tumor Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen bildet und nach einer Therapie schon bald wieder neu aufflammt. Nach fünf Jahren ist nur jeder zweite Patient noch am Leben – doch mit Nüssen kann man diese Quote offenbar deutlich erhöhen.

Ein US-Amerikanisches Forscherteam beobachtete sechseinhalb Jahre lang den Krankheitsverlauf von 826 Darmkrebs-III-Patienten, nachdem sie ihre Operation und Chemotherapie hinter sich gebracht hatten (1). Dabei zeigte sich: Wer mindestens zwei Handvoll (rund 60 Gramm) Nüsse pro Woche verzehrte, hatte in dem Beobachtungszeitrum eine 42 Prozent höhere Chance, dass seine Krankheit nicht wiederkehrte. Und seine Überlebensaussichten erhöhten sich sogar um 57 Prozent.

Nussverzehr und Körpergewicht

Da Nüsse reich an Fetten sind, liegt es nahe zu meinen, dass Nussverzehr zwangsläufig zu Übergewicht führt. Verschiedene Studien widerlegen diesen (Aber)Glauben jedoch.

Übergewicht stellt ein großes Risiko für chronische Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und bestimmte Krebsarten dar. So werden Maßnahmen zur Gewichtsreduktion bzw. zur Haltung des Gewichtes immer wichtiger. Die wichtigsten Ursachen für Übergewicht sind der Verzehr von kalorienreichen Nahrungsmitteln und verminderte körperliche Aktivität. Die fett- und kalorienreichen Nüsse kamen so in Verruf, am Übergewicht beteiligt zu sein und es wurde vom Nussverzehr abgeraten.

Weniger Taille und Körperfett dank Mandeln

Weniger Kilos, weniger Taille und weniger Fette in den Adern – normalerweise denkt man bei diesen Zielen an harte Diäten und ebenso hartes, Schweiß treibendes Körpertraining. Doch bis zu einem gewissen Grad kann auch der regelmäßige Verzehr von Mandeln dazu beitragen.

Ein südkoreanisches Forscherteam teilte seine 85 Probanden in zwei Gruppen auf: Die Mitglieder der einen Gruppe sollten entsprechend ihrer Körpermaße eine kohlenhydratreiche Standardkost verzehren, während in der anderen Gruppe zwar die gleiche Kalorienmenge verzehrt wurde, von der jedoch ein Teil durch 56 Gramm Mandeln täglich ersetzt wurde. Die Diät ging über 20 Wochen, danach wurden bei den Probanden die Blutfettwerte und ihr Blutdruck sowie ihre Körperzusammensetzung und ihr Taille-Umfang gemessen (1).