Erdnüsse sind genauso wertvoll wie alle anderen Nüsse

JAMA-Studie belegt präventiven Wert eines Erdnussverzehrs

Erdnüsse sind ein leckerer Snack für zwischendurch, Erdnussbutter ist besonders im amerikanischen Raum ein beliebter Brotaufstrich. Das nahmen Forscher um Luu et al. zum Anlass, um in einer Bevölkerungsstudie, die im März 2015 im JAMA (Journal of the American Medical Association) Internal Medicine veröffentlicht wurde, neben dem Nussverzehr den Erdnuss- bzw. Erdnussbutterverzehr der Teilnehmer auszuwerten. Das Ergebnis: Erdnussverzehr geht genauso mit einem verringerten Sterberisiko – allgemein und in Bezug auf Herz-Kreislauferkrankungen – einher wie der Verzehr anderer Nüsse (Mandeln usw.).

200.000 Personen nahmen in einer Zeitspanne von 1996 bis 2009 an der Studie teil, davon knapp 72.000 aus dem Süd-Osten der USA, außerdem 134.000 Chinesen aus Shanghai/China. Erdnussverzehr spielte lediglich im amerikanischen Teil der Studie, vermutlich kulturell bedingt, eine Rolle. Die Teilnehmer wurden nach der Menge ihres Nuss- und Erdnussverzehrs in fünf Gruppen eingeteilt. Diejenigen Teilnehmer, die zu dem Fünftel mit dem höchsten Erdnuss- bzw. Nussverzehr gehörten, nahmen täglich mindestens 20 Gramm Erdnüsse, Erdnussbutter und andere Nüsse zu sich.

Das Sterberisiko war um 21 Prozent niedriger in der Gruppe mit dem höchsten Erdnussverzehr gegenüber den Teilnehmern, die die wenigsten Erdnüsse aßen.

Die Herz-Kreislaufsterblichkeit war in allen Gruppen mit höherem Nuss- bzw. Erdnussverzehr geringer als bei denjenigen, die selten oder niemals Nüsse und Erdnüsse zu sich nahmen.

Erdnüsse gehören botanisch zu den Hülsenfrüchten. Wegen des gut übereinstimmenden Nährstoffprofils mit den „klassischen“ Nüssen werden sie häufig in einem Atemzug mit diesen genannt und auch in Nussmischungen eingesetzt.

Erdnüsse liefern 564 Kalorien pro 100 Gramm und sind damit kalorienärmer als viele andere Nüsse. Der Eiweißgehalt liegt mit 29,8 Gramm besonders hoch, der Fettanteil mit 48,1 Prozent vergleichsweise niedrig; 23,5 Gramm bzw. 51 Prozent der enthaltenen Fettsäuren sind einfach ungesättigt, knapp 13,7 Gramm bzw. 30 Prozent sind mehrfach ungesättigt. Gemessen daran, dass die Zufuhr von insbesondere einfach ungesättigten Fettsäuren und auch mehrfach ungesättigten Fettsäuren in der Ernährung vieler Menschen erhöht werden sollte, sind das sehr positive Werte.

Vergleichsweise hoch liegen einige Vitamingehalte wie die von Vitamin B1, Niacin, Pantothensäure (2.900 µg) und Folsäure (169 µg in 100 Gramm Erdnüssen).

Der Salzgehalt gesalzener Erdnüsse liegt übrigens nur bei rund einem Prozent, bei 100 Gramm Erdnüssen sind das gerade einmal 1 Gramm Salz. Das heißt, auch gesalzene Erdnüsse eignen sich – in Maßen genossen – als leckerer Snack, gepaart mit äußerst wertvollen Inhaltsstoffen.

Literaturübersicht
  • Studie: Luu HN, Blot WJ, Xiang YB et al. Prospective Evaluation of the Association of Nut/Peanut Consumption with Total and Cause-Specific Mortality. JAMA Intern Med. 2015;175(5):755-766. doi:10.1001/jamainternmed.2014.8347.
  • Nährwerte: Souci Fachmann Kraut, Medpharm Online-Datenbank 2009