Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Liebe Leserinnen und Leser,
zum Jahreswechsel wünschen wir Ihnen und Ihren Familien alles Gute und ein schönes Jahr 2017!
Ihr Nucis-Team

Bild: Jens Mayer via flickr; CC BY 2.0

Eine Handvoll Nüsse keeps the Doctor away

20 Gramm – das ist bei den meisten Menschen gerade Mal eine Handvoll. Doch offenbar kann diese kleine Nussportion bereits, wie jetzt Wissenschaftler aus Norwegen und England ermittelt haben, ähnlich viel zu einem gesunden und langen Leben beitragen wie regelmäßiger Sport.

Das Forscherteam um Dagfinn Aune vom Imperial College of London hat die Daten aus 29 Studien mit knapp 819.000 Teilnehmern ausgewertet, in denen der Nussverzehr von Männern und Frauen mit ihrem Krankheits- und Sterberisiko verglichen wurde.(1) Es war das erste Mal, dass man zu diesem Forschungszweck einen so großen Datenpool ausgewertet hat.

Vegane Ernährung – Nüsse gehören dazu!

Der Anteil an Menschen, die eine pflanzliche Ernährungsweise bevorzugen, nimmt langsam aber stetig zu, insbesondere unter Jüngeren. Ob unter moralisch-ethischen, ökologischen Aspekten oder aus gesundheitlichen Gründen, es gibt auch viele Motive für eine rein vegane Ernährungsweise, die den Verzehr jeglicher Produkte aus tierischer Herkunft ausschließt. Dazu gehören neben dem Verzicht auf Fleisch, Fisch und Milchprodukte auch Eier, Honig und Gelatine. Eine ausgewogene vegane Kost setzt sich aus rein pflanzenbasierten Komponenten zusammen und umfasst Gemüse, Obst, Getreidevollkornprodukte, Nüsse, Saaten und Hülsenfrüchte.

Nüsse – kleiner Snack mit großer Wirkung

Nüsse – kleiner Snack mit großer Wirkung
Rohe und geröstete Nüsse haben ein hohes gesundheitliches Potenzial

Dr. Wiebke Schlörmann, Anke Katharina Müller, Prof. Dr. Stefan Lorkowski, Prof. Dr. Michael Glei, Institut für Ernährungswissenschaften, Friedrich-Schiller-Universität Jena, und Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit nutriCARD, Halle-Jena-Leipzig

Nüsse sind eine hervorragende Quelle für täglich benötigte Nährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Regelmäßiger Nussverzehr fördert die Darmgesundheit und reduziert das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Trotz des hohen Fettgehalts zeigt sich eine inverse Beziehung zwischen Nusskonsum und Körpergewicht. Aktuelle Untersuchungen belegen, dass Rösten bei mittleren Temperaturen, d. h. unter den üblichen Produktionsbedingungen, die Gehalte an gesundheitsförderlichen Inhaltsstoffen sowie die Bildung potenziell nachteiliger Substanzen nur partiell und in unbedenklichem Maß beeinflusst. Eine Simulation der Verdauung zeigt erstmalig, dass in Walnüssen enthaltene mehrfach ungesättigte Fettsäuren (PUFA) zu konjugierter Linolsäure (CLA) umgewandelt werden, bei der Nussverdauung verstärkt Butyrat entsteht und sich die Konzentration an sekundären Gallensäuren reduziert – allesamt Faktoren mit krebspräventiver Wirkung.

Aktuelle Forschungsergebnisse zu positiven Auswirkungen von Mandeln auf die Mikrobiota, die Energiezufuhr und den Cholesteroltransport in normalgewichtigen Erwachsenen

Auf der wissenschaftlichen Tagung und der Jahresversammlung der American Society of Nutrition wurden im Rahmen der Experimental Biology 2016 drei Studien vorgestellt, die sich mit dem Einfluss von Mandeln auf die Gesundheit normalgewichtiger Erwachsener befassen. In diesen Studien wurde untersucht, ob Mandeln sich auf den Cholesterol-Rücktransport positiv auswirken können, ob sie die Darmmikrobiota beeinflussen können und ob der Verarbeitungsgrad der Mandeln Einfluss auf die verfügbare Energie aus diesen haben kann. Die drei Studien sind bisher noch nicht in Peer-Review-Zeitschriften veröffentlicht.