Darmflora und Erdnuss: Ein ganz besonderes Paar

Der Mensch besteht nicht nur aus Mensch allein: Etwa 100 Billionen Bakterien unterstützen in seinem Darm nicht nur die Verdauung, sondern auch das Immunsystem. Und dieses mikrobiotische Heer hat offenbar eine ganz besondere Beziehung zur Erdnuss, wie jetzt aktuelle Studien zeigen. Demnach hilft ein probiotisches „Aufforsten“ der Darmflora bei der Behandlung von Erdnussallergien, und umgekehrt profitieren die Gäste im Verdauungstrakt, wenn regelmäßig Erdnüsse auf dem Speiseplan stehen.

Diäten: Mandeln dämpfen den Appetit

"Der Nachtisch geht schon noch rein" - übergewichtige Menschen haben oft das Problem, dass die Mahlzeiten bei ihnen nur schwache Sättigungsgefühle auslösen. Wie jetzt aber Studien zeigen, kann man dieses Appetit-Problem mit Hilfe von Mandeln in den Griff bekommen.

Übergewicht gehört zu den großen Herausforderungen der Gegenwart. Allein in Deutschland gelten mehr als zwei Drittel der Männer und mehr als die Hälfte der Frauen als übergewichtig. Den Betroffenen wurde lange Zeit geraten, ihre Kalorienzufuhr zu reduzieren. Doch mittlerweile setzt sich in den Ernährungswissenschaften immer mehr die Erkenntnis durch, dass der Speiseplan auch Lebensmittel enthalten sollte, die nachhaltig satt machen. „Denn wer satt ist, den wird es nicht so schnell wieder zur nächsten Kalorienaufnahme drängen“, erklärt John Blundell von der University of Leeds. Nach Erkenntnissen des englischen Biopsychologen sollten wir uns nicht einseitig darauf fokussieren, dass die Nahrungsmittel die Ursache des Übergewichtsproblems seien: „Sie können auch ein Teil der Lösung sein.“(1)

Erdnüsse hemmen den Appetit und die Blutzuckerantwort - und für Erdnussbutter sind diese Effekte besonders ausgeprägt

Weltweit leiden mehr als 400 Millionen Menschen an Diabetes, Experten sprechen bereits von der „Seuche des 21.Jahrhunderts“. Hauptauslöser für diese Entwicklung sind Übergewicht und eine Ernährung mit zu vielen Zuckern und Fetten. Denn für deren Abtransport aus dem Blut in die Körperzellen muss die Bauchspeicheldrüse viel Insulin ausschütten, und wenn zu große Mengen davon kursieren, fühlen sich die Körperzellen überrumpelt und machen „zu“: Sie lassen immer geringere Mengen des Hormons zu sich herein, so dass Zucker und Fette nicht mehr in ausreichendem Maße aus dem Blut entsorgt werden. Mediziner sprechen dann von „Insulinresistenz“ – sie gilt als typischer Vorläufer von Diabetes.

Mit Nüssen gegen Bluthochdruck

Studie zeigt: Besonders Pistazien senken die Blutdruckwerte

Keine Schmerzen, keine Übelkeit, noch nicht einmal ein roter Kopf – der Bluthochdruck ist besonders heimtückisch, weil man seine Entstehung in der Regel nicht bemerkt. Etwa jeder fünfte Bundesbürger hat einen systolischen Blutdruckwert von über 160 mmHg, und jeder vierte der über 60jährigen kann umgekehrt sogar froh sein, wenn er einen normalen Blutdruck von rund 120/80 mmHg hat. Eine Volkserkrankung also. Und eine mit schwerwiegenden Folgen, denn der erhöhte Druck in den arteriellen Blutgefäßen erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Erdnussallergie: Kann der Schweregrad der allergischen Reaktion bald einfacher bestimmt werden?

Rund 4,7 % der Deutschen entwickeln nach Ergebnissen der DEGS1-Studie im Laufe ihres Lebens eine Nahrungsmittelallergie(1). Dabei reagiert das Immunsystem des Körpers auf normalerweise harmlose Lebensmittelbestandteile (z.B. Proteine aus Erdnüssen, Soja, Fisch) mit der Bildung von Antikörpern [Immunglobulin E (IgE)](2). Als Folge können im weiteren Verlauf individuelle allergische Reaktionen auftreten, z.B. Hautreaktionen (Juckreiz, Nesselsucht, Ekzeme), Schleimhautreaktionen (z.B. Fließschnupfen) sowie Atem- oder gastrointestinale Beschwerden.