Einfluss von Nüssen auf die Vitalität

Nüsse enthalten viele wertvolle Nährstoffe, wie z.B. mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe oder Vitamine. Unterschiedliche Studien der letzten Jahre lieferten Hinweise darauf, dass ein regelmäßiger Nussverzehr Risikofaktoren für verschiedene Krankheiten verringern kann. Im Fokus der Forschung stehen dabei z.B. Typ 2 Diabetes oder kardiovaskuläre Erkrankungen. Ein Forscherteam der Harvard-Universität in Boston untersuchte nun, ob Nussverzehr sich auch positiv auf die Lebensdauer auswirkt(1).

Im Rahmen dieser Untersuchung wurden Daten von zwei großen prospektiven Kohortenstudien, der Nurses‘ Health Study (NHS) und der Health Professional Study (HPS), ausgewertet. Für die NHS betrug der Follow-up-Zeitraum 30 Jahren, für die HPS 24 Jahre. Während dieser Zeit füllten die Probanden alle 2 Jahre einen Fragebogen über ihre Ernährungsgewohnheiten und ihren Lebensstil aus. Insgesamt wurden für die Untersuchungen zum Einfluss des Nussverzehrs auf die Lebensdauer Daten von 76.464 Frauen und 42.498 Männer ausgewertet.

Hierfür wurden die Probanden an Hand des Nussverzehrs in 5 Gruppen eingeteilt (von „Niemals“ bis „häufiger als 7 mal pro Woche“). Es zeigte sich, dass Probanden mit einem hohen Nussverzehr sich generell gesünder ernährten und einen gesünderen Lebensstil aufwiesen.

Des Weiteren zeigten die alters-adjustierten Analysen und Analysen, die weitere Faktoren wie körperliche Aktivität und Gewicht mit einbezogen, einen inversen Zusammenhang zwischen Nussverzehr und Anzahl der Todesfälle während der Follow-up-Periode. So war das Todesrisiko im multivariat-adjustierten Modell für die Gruppe mit dem höchsten Nussverzehr um 20% reduziert.

Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass Nüsse im Rahmen einer gesunden Ernährung und eines gesunden Lebensstil gesundheitsfördernd wirken. Es muss jedoch beachtet werden, dass diese Art von Studien nur statistische Zusammenhänge aufzeigen, um eindeutig Kausalitäten nachweisen zu können, müssen kontrollierte, klinische Studien durchgeführt werden.

Quelle:
  1. Bao et al. (2013): Association of Nut Consumption with Total and Caus-Specific Mortality. New England Journal of Medicine 2013, 369, 21 2001-2011