Pekannüsse senken LDL-Oxidation und verbessern die antioxidative Kapazität des Plasmas

Herzinfarkte sind in der westlichen Gesellschaft eine der Haupttodes- ursachen. Zu dem Marker für das Herzinfarktrisiko zählt die oxidative Schädigung von low density lipoprotein, besser bekannt unter der Abkürzung LDL. Die Aufgabe von LDL ist der Transport von im Blut nichtlöslichen Fetten und fettlöslichen Stoffen, wie beispielsweise Cholesterin. Oxidiertes LDL wird von Zellen des Immunsystems aufgenommen, wodurch diese verfetten und sich in den Blutgefäßen ablagern, so dass es zur Entstehung von Arteriosklerose kommt, das Herzinfarktrisiko steigt.

Es wird vermutet, dass verschiedene in Nüssen vorkommende Stoffe, wie das fettlösliche Vitamin E und verschiedene sekundäre Pflanzen- stoffe, insbesondere die zu den Polyphenolen gehörenden Catechine, die oxidative Schädigung von LDL verhindern können, da sie antioxidativ wirken.

Epidemiologische Studien konnten zeigen, dass ein regelmäßiger Verzehr von Nüssen das Risiko für Herzinfarkte senkt. Als Ursache hierfür galt das günstige Fettsäurenmuster mit wenig gesättigten und vielen ungesättigten Fettsäuren. Es könnte aber sein, dass zusätzlich auch die vielen sekundären Pflanzenstoffe eine biologische Aktivität zeigen. Diesen Aspekt haben kalifornische Forscher um Hudthagosol(1) in einer neuen Studie untersucht. Hierfür bekamen 16 gesunde Probanden (10 Frauen und 6 Männer) im Alter zwischen 23 und 44 verschiedene Testmahlzeiten zu essen. Die Studie wurde im crossover-Design durchgeführt, d.h., alle Probanden bekamen sowohl zwei Pekannuss- mahlzeiten als auch eine pekannussfreie Kontrollmahlzeit. Am Tag vor den jeweiligen Studienmahlzeiten durften die Probanden keine polyphenolreichen Lebensmittel verzehren. Vor und 1, 2, 3, 5, 8 und 24 Stunden nach der Studienmahlzeit wurde Blut abgenommen. An den jeweiligen Studientagen bekamen die Probanden polyphenolarme Mahlzeiten zum Mittag- und Abendessen serviert.

Ziel der Studie war es, den Gehalt von Catechinen und Tocopherolen (Vitamin E) im Plasma nachzuweisen. Des Weiteren wurden Marker für die antioxidative Kapazität des Plasmas und oxidative Schädigungen gemessen.

Die Ergebnisse der Studie belegen, dass 5 Stunden nach Verzehr der Pekannüsse sowohl der Gehalt an Gesamtpolyphenolen und Catechinen, also auch der Gehalt an Vitamin E im Plasma, höher war als bei der Kontrollmahlzeit. Des Weiteren konnten die Forscher einen Anstieg der antioxidativen Kapazität des Plasmas und weniger oxidiertes LDL nachweisen.

Auf Grund dieser Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass die beobachteten positiven Wirkungen von Pekannüssen hinsichtlich Erkrankungen der Herzkranzgefäße und des Herzinfarktrisikos zumindest teilweise auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen sind.

Quelle:
  1. Hudthaosol et al.: Pecans acutely increase plasma postprandial antioxidant capacity and catechins and decrease LDL oxidation in humans. Journal of Nutrition 141:56-62, 2011