Walnüsse helfen dem Magen gesund zu bleiben

Eine sehr häufige Magen- und Darminfektion entsteht durch das hochansteckende Bakterium Heliobacter pylori, welches sich in der Schleimhaut des Magens ansiedelt und dort zu unterschiedlichen Krankheitsbildern führen kann. Während Kinder und Jugendliche die Infektion nur selten bemerken, kann es bei Erwachsenen zu Gastritis und Geschwüren führen. Fettreiche Nahrung, Alkohol und Nikotin führen zu einer Schwächung der Magenschleimhaut, womit das Bakterium ein leichtes Spiel hat sich am Organ anzusiedeln. Folglich müssen Patienten daraufhin antibiotisch behandelt werden und das sehr oft wiederholend.

Mediziner, Biochemiker und Ernährungswissenschaftler aus Korea haben in einer Studie festgestellt, dass der tägliche Genuss von Walnüssen bei Heliobacter pylori Wirkung zeigt. In ihren Studien erklären die Forscher spezifische biologische Prozesse, die durch die Zufuhr von Walnüssen entstehen. Dafür entschlüsselten die Wissenschaftler zunächst die DNA um herauszufinden, welche Proteine für die positive Wirkung verantwortlich sind. Im nächsten Schritt wurde die DNA zu mRNA transkribiert (umgeschrieben), womit die Erkenntnis molekulare Mechanismen bei spezifischen biologischen Prozessen gewonnen werden kann.

In der bioinformatischen Analyse konnte belegt werden, dass der regelmäßige Verzehr von Walnüssen die Infektionen deutlich lindert und Symptome gemildert werden. In erster Linie verantwortlich sind neben den ungesättigten Fettsäuren die Polyphenole, ihnen wird eine antioxidative, entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. In den nächsten Sequenzierungen werden die Forscher untersuchen, welche der vielzähligen Aminosäuren in den Proteinen tatsächlich verantwortlich ist und sich daraus möglicherweise ein pflanzliches Heilmittel gewinnen lässt. (1)

Literaturübersicht
  1. Journal of Clinical Biochemistry and Nutrition