„KURZ NOTIERT“: „Nüsse beeinflussen die Darmbakterien“ & „Länger leben mit Nüssen“

Nüsse beeinflussen die Darmbakterien

Im menschlichen Darm leben etwa 1000 Spezies verschiedener Bakterien, die sogenannte Mikrobiota. Sie übernehmen wichtige Aufgaben, beispielsweise bei der Entwicklung des Immunsystems, sie produzieren Vitamin K und kurzkettigen Fettsäuren, die Darmepitelzellen als Energiesubstrat dienen. Verschiedene Lebensmittelinhaltstoffe wie Ballaststoffe können das Wachstum der Bakterien beeinflussen.

Eine neue Studie1 untersuchte den Einfluss von Mandeln und Pistazien auf die Zusammensetzung der Mikrobiota. Vor allem die Intervention mit Pistazien führte zu einem höheren Anteil an Bakterien des Stammes Firmincutes, die dafür bekannt sind, dass sie kurzkettige Fettsäuren produzieren.

Diese Studie liefert somit einen ersten Hinweis darauf, dass Nüsse die Mikrobiota und damit einhergehend die (Darm-)Gesundheit beeinflussen können.

Länger leben mit Nüssen

Eine Studie der Harvard Universität2 untersuchte den Einfluss von rotem Fleisch auf das Todesrisiko. Die Studie wertete Ernährungsprotokolle der Nurses Health Studie (NHS) und der Health Professionals Follow Up-Studie (HPFS) aus und verglich das Ernährungsverhalten mit der Anzahl an Todesfälle während der follow-up- Zeit (NHS: 28 Jahre, HPFS: 22 Jahre).

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass der Konsum von rotem Fleisch die Anzahl an Todesfällen erhöhte. Ein Austausch von rotem Fleisch durch Nüsse senkte die Sterblichkeit deutlich. Nüsse bewirkten im Vergleich zu anderen Lebensmitteln, wie Fisch, Vollkorn oder Hülsenfrüchten einen höheren Rückgang der Sterblichkeit.

Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass Nüsse als Teil einer gesunden Ernährung regelmäßig verzehrt werden sollten.

Literaturübersicht
  1. Volker Mai et al. (2012): Human gut microbiota changes after consumption of almonds or pistachios. The FASEB Journal. 2012;26:830.6)
  2. An Pan et al (2012): Red Meat Consumption and Mortality - Results From 2 Prospective Cohort Studies. Archives of Internal Medicine 2012;172(7):555-563.